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Wie geht es weiter zwischen Europa und China?

Mai 2020 | Markt

Chinesische Arbeiterin

Baden-Württembergs Landesumweltminister Franz Untersteller (Grüne) forderte unlängst in einer Pressekonferenz, dass sein Bundesland unabhängiger werden muss von Rohstoffimporten aus China. Dazu gehören insbesondere Seltene Erden. Die schleppende Versorgung mit Medikamenten und Schutzmasken sind für Untersteller eine deutliche Warnung. Denn nach wie vor verfügt China über ein Quasi-Monopol bei Seltenen Erden. Im Krisenfall oder bei einem möglichen Handelskrieg könnte China diese Lieferungen stoppen und Europa säße sehr bald auf dem Trockenen. Und damit auch die Autobauer im Südwesten Deutschlands.

Wie Recht Untersteller mit seiner Forderung hat, zeigt sich in einer Studie der Deutschen Rohstoffagentur (DERA), die Anfang April veröffentlicht wurde. So ist China bei 17 der 27 von der EU gelisteten kritischen Rohstoffe der weltweit größte Produzent. China verbraucht seine Rohstoffe in den letzten Jahren jedoch zunehmend selbst – und forciert Abbau-Projekte anderswo, etwa in Afrika. Das Reich der Mitte begnügt sich nicht mehr damit, Rohstofflieferant für den Westen zu sein, sondern will mehr und mehr höherwertige Produkte auf dem Weltmarkt anbieten. Für die europäische – und besonders die deutsche – Industrie bietet diese Entwicklung großes Potential für den Absatz von Technik und Maschinen. Gleichzeitig wird China immer mehr zum Konkurrenten – um Seltene Erden, aber auch um den Verkauf höherwertige Produkte.

Quellen: stimme.de, deutsche-rohstoffagentur.de

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