China führt verpflichtende Kontrollen ein

LKW in China

Seltene Erden sollten zukünftig besser zurückverfolgbar sein. Die Chinesische Regierung setzt daher zeitnah entsprechende Maßnahmen um.

Wie der Chinesische Nachrichtenservice baiinfo berichtet, wird Beijing zum 15. Juli verbindliche Standards im Umgang mit Seltenen Erden einführen. Konkret soll es zunächst um Verpackung, Kennzeichnung, Transport und Lagerung gehen. Die Chinesische Führung verspricht sich von diesen Maßnahmen nicht zuletzt eine bessere Rückverfolgbarkeit von Seltenen Erden bis hin zum Erz.

Noch immer gelangt illegales Material auf den Markt, dessen Quelle aufgrund mangelhafter Dokumentation nicht eindeutig identifiziert werden kann – dies soll sich nun ändern. Die Maßnahme reiht sich damit ein in die jüngste Grenzschließung nach Myanmar, wo mittels Export und Re-Import von Seltenen Erden „Rohstoff-Wäsche“ in großem Umfang betrieben wurde (wir berichteten im Newsletter Nr. 70).

Darüber hinaus hat Beijing bereits verbindliche Standards in den Bereichen der Arbeitssicherheit, des Umweltschutzes und der Produkt-Qualität angekündigt. Auch auf ihren Energieverbrauch und das verantwortungsvolle Handling der Produktions-Rückstände werden die Verarbeitungsbetriebe Seltener Erden zukünftig stärker achten müssen.

Die Maßnahmen dürften zum einen das Angebot an Seltenen Erden zumindest kurz- bis mittelfristig verknappen; Zum anderen ist davon auszugehen, dass die verbleibenden legalen Produzenten ihre gestiegenen Kosten an die Kunden weitergeben werden. Diese Entwicklung lässt sich nach neuesten Zahlen bereits ablesen, wie die Nachrichtenseite german.china.org.cn berichtet.