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Mit Gallium Satelliten antreiben

Januar 2020 | Innovationen

Satelliten zu steuern, war bislang schwierig und teuer. Ein deutsches Start-Up ist dabei, das zu ändern: Morpheus Space entwickelt und verkauft Ionentriebwerke im Kleinstmaßstab. Als Antriebsmaterial (sog. Stützmasse) verwendet das fünfköpfige Team um Gründer Daniel Bock hochreines Gallium. Das System ist leicht skalierbar – in ausreichender Stückzahl werden die Mini-Triebwerke auch mit Lasten in LKW-Größe fertig.

Nach anfänglicher Skepsis ist die NASA inzwischen Kooperationspartner und sieht Chancen, das Ionentriebwerk aus Dresden auch für die Mars-Missionen einzusetzen. In den nächsten Jahren dürfte sich Morpheus Space allerdings auf Antriebe für Kleinstsatelliten fokussieren. Solche, teils nur schuhschachtelgroße Satelliten wollen etwa Jeff Bezos oder Elon Musk zu Hunderten bis Tausenden in den Himmel schießen.

Ein weiterer positiver Aspekt des neuen Antriebs: Die Satelliten können nach Erreichen ihrer Lebensdauer kontrolliert zum Absturz und zum Verglühen gebracht werden. So nähme der Weltraumschrott in der Erdumlaufbahn nicht weiter zu. Da die Zahl der im All befindlichen Satelliten in den nächsten Jahren um ein Vielfaches steigen soll, ist dieser Aspekt vielleicht sogar der wichtigere.

Quellen: techchrunch.com, gruenderszene.com

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