Internationale Konferenzen in Süd- und Zentralchina (69)

Bulle und Baer Symbolbild

Liebe LeserInnen,

November war Reisezeit für unsere Rohstoffexperten Thomas Grob und Matthias Rüth. In unserem letzten Newsletter für 2018 informieren wir Sie darüber, welche relevanten Trends auf den internationalen Konferenzen in Süd- und Zentralchina im Zentrum standen. Ab Frühjahr 2019 können Sie sich außerdem über unseren neuen Service TRADIUM INVEST freuen, eine Internetseite, die sich ganz um Ihre Interessen als Anleger/-innen dreht.

Frohe Festtage wünscht,

Ihr TRADIUM Team

Seltenerdkonferenz in Hongkong

Im November fand in Hongkong die 15. International Rare Earths Conference statt. Im Zentrum stand vor allem das Thema Magnete und die damit einhergehende Frage zur Kritikalität von Neodym, Praseodym, Dysprosium und Terbium. Werden vorhandene Ressourcen ausreichen, um das prognostizierte Mengen-wachstum von jährlich ca. 5% langfristig bedienen zu können? Relevante Entwicklung: Terbium wird wegen der positiven Preisentwicklung voraussichtlich wieder vermehrt zur Magnet-herstellung eingesetzt werden, nachdem der Rohstoff lange Zeit der Leuchtmittelindustrie vorbehalten war, so dass sich hier eine Preissteigerung vermuten lässt.

GLOBAL MINOR METALS FORUM

Vom 27. – 28. November traf sich das Global Minor Metals Forum in Kunming in Zentralchina. In den Vorträgen zeichneten sich einige günstige Entwicklungen für Investoren ab. Nachdem das Preisniveau zum Beispiel für Gallium in den letzten Jahren, hervorgerufen durch Überproduktion, stets auf vergleichsweise niedrigem Niveau war, sollte nun Erholung eintreten. Grund dafür ist, dass die weltweite Produktionskapazität für Gallium, welche bei circa 720 t/Jahr liegt, mittlerweile ausgereizt ist, der Bedarf jedoch weiterhin kontinuierlich steigt. Angebot und Nachfrage sind so wieder in Balance, was die Preise stabilisiert und mittelfristig steigen lassen sollte.

Ähnliches lässt sich bei Indium beobachten. Hier liegt die Produktionskapazität stabil bei 1000 t/Jahr, der Bedarf geht jedoch nach oben (die TU Bergakademie Freiberg spricht von 1900 t/Jahr bis 2030). Vorangetrieben wird der Trend zum Beispiel durch größere Bildschirme (der Kauf von 75“ Flachbildschirmen kann bis 2020 um 240 % zunehmen), dem weltweiten Ausbau von 5G Mobilfunknetzwerken und dem Einsatz von Quantenpunkten für die Farbbrillanz von Bildschirmen.